Ende des 18. und 19. Jahrhunderts beschreiben verschiedene Chirurgen die Behandlung von Hühneraugen und eingewachsenen Nägeln ausführlich.
In den 50er Jahren brachte Josef Greppmayer (gestorben 1977) neue Ge-dankengänge und Methoden in den Beruf. Ihn kann man als Nestor der deutschen Fußpflege bezeichnen. Seit dieser Zeit hat sich ein Beruf herauskristallisiert, den man sich heute nicht mehr wegdenken kann. Sowohl in präventiver, therapeutischer und technischer Hinsicht.
1952 wurde der erste Berufsverband begründet. Aber erst mit der Verabschiedung des Podologengesetzes im Januar 2002 wurde eine bundeseinheitliche Regelung für den Beruf des staatlich geprüften Podologen geschaffen. Den Titel des Podologen, darf also nur führen, wer eine 2-jährige Vollzeitausbildung nachweisen kann und ein staatliches Examen abgelegt hat. Seitdem ist der Titel Medizinische/r Fußpfleger/in und Podologe/in geschützt.
Mit dem neuen Berufsbild der Podologie eröffnet sich ein Tätigkeitsfeld als Heilberuf, der gesellschaftliche Akzeptanz findet, insbesondere bei der Ärzteschaft.
Im nachbarschaftlichen Ausland (z.B. Schweiz) ist dieses Berufsbild in vergleichbarer Form schon seit vielen Jahren eingeführt und in hohem Maße anerkannt.
Das Minimalspektrum vieler Fußpflegepraxen soll sich langfristig auf ein breit gefächertes Tätigkeitsfeld ausrichten.
Die selbst indizierte Behandlung soll zunehmend durch medizinisch begründete prophylaktische Maßnahmen und ärztlich verordnete Behandlungen ersetzt werden.
Gerade eine fundierte Ausbildung versetzt den Podologen erst in die Lage, die Grenzen seines Arbeitsbereiches zu erkennen, um dem Patienten eine optimale Behandlung zukommen zu lassen. Vor allem bei Risikopatienten, wie Diabetikern, Blutern, Rheumatiker oder Patienten mit massiven Durchblutungsstörungen.
Der Podologe zählt als nichtärztlicher Hilfs- und Heilberuf zu den Medizinfachberufen.
Somit nimmt er eine nicht zu unterschätzende Stellung in der Fußgesundheit ein. Der Podologe führt selbständig fußpflegerische Behandlungsmaßnahmen durch und erkennt eigenständig pathologische Veränderungen am Fuß. Sein Wissen lässt ihn Fußerkrankungen frühzeitig erkennen.
Darüber hinaus ist der Podologe in der Lage sogenannte Risiko-Patienten wie Diabetiker, Bluter und Rheumatiker fachgerecht zu behandeln und evtl. Spätfolgen, wie Amputationen, zu vermeiden.
Podologie ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß.
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